Comme des Garçons ist eines der einflussreichsten Avantgarde-Modehäuser des letzten halben Jahrhunderts - bekannt für die Neudefinition von Silhouetten, die Infragestellung traditioneller Schneiderkunst und die Verwandlung von Kleidung in Konzeptkunst. Die von Rei Kawakubo in Tokio gegründete Marke verschiebt durch Dekonstruktion, skulpturale Formen, unerwartete Materialien und kühne Experimente immer wieder die Grenzen der Herren- und Damenmode.
Unter den zahlreichen Unterlinien ist Comme des Garçons Homme Plus das Flaggschiff der Herrenkollektion des Hauses - eine Linie, die mit Hochleistungsstoffen, übertriebenen Proportionen, architektonischen Schnitten und kühnen Textilmanipulationen konzeptionelles Design auf den Laufsteg bringt. Bei Orimono bietet Homme Plus einen kuratierten Einblick in die radikale Philosophie der Marke: tragbare Avantgarde-Kleidung, die japanisches Handwerk, ausdrucksstarke Konstruktionen und moderne Schneiderkunst miteinander verbindet.
Comme des Garçons wurde 1973 von Rei Kawakubo gegründet, einer autodidaktischen Designerin, deren intellektuelle Herangehensweise an die Mode das weltweite Gespräch über Kleidung neu gestaltete. Ihre frühen Arbeiten führten Asymmetrie, rohe Kanten, dekonstruierte Schnitte und konzeptionelle Silhouetten ein, lange bevor diese Ideen Teil des zeitgenössischen Modevokabulars wurden.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich Comme des Garçons zu einem Ökosystem von Unterlinien, von denen jede ihre eigene Note hat - von verspielter Streetwear bis hin zu hochskulpturalen Laufstegkollektionen. Doch die Kernphilosophie blieb stets dieselbe: alles in Frage stellen.
Comme des Garçons Homme Plus wurde 1984 lanciert und wurde zur wichtigsten Plattform der Marke für avantgardistische Herrenmode. Die Linie dient als Labor, in dem die Grenzen von Schnitt und Form ausgelotet werden, wobei oft skulpturale oder voluminöse Silhouetten zum Einsatz kommen:
- skulpturale oder voluminöse Silhouetten
- übertriebene Schultern oder geschwungene Nähte
- dekonstruierte Jacken
- hybride Kleidungsstücke, die Schneiderei und Sportswear miteinander verbinden
- unerwartete Textilkombinationen
- Funktionsstoffe und technische Mischungen
- kühne Texturen, Falten, Polsterungen, Lagenlook
Die Kollektionen von Homme Plus sind jede Saison auf dem Laufsteg zu sehen und bleiben an der Spitze der konzeptionellen Herrenmode.
Rei Kawakubos Designsprache lässt sich oft nicht in eine Kategorie einordnen. Bei Homme Plus manifestiert sich dies als:
- dekonstruierte Anzüge, die mit aufgeschlitzten Nähten oder geschichteten Einsätzen neu interpretiert werden
- durchgefärbte Texturen und experimentelle Drucke
- dreidimensionale Strukturen, die den Körper verzerren oder erweitern
- technische Stoffe, die mit klassischer Wolle oder Baumwolle gemischt werden
- Asymmetrie, Falten und Volumen, um die traditionellen Regeln der Herrenmode zu brechen
Das Ergebnis ist Kleidung, die nicht nur getragen, sondern bewohnt wird - eine visuelle Identität, die Gedanken, Gefühle und Bewegung ausdrückt.
Comme des Garçons wird seit langem mit akribischer japanischer Handwerkskunst in Verbindung gebracht. Homme Plus integriert:
- hochgedrehte Wollstoffe
- beschichtete Baumwollstoffe
- leichte Poly-Mischungen
- skulpturale Strickwaren
- wattierte Konstruktionen
- gebondete Materialien
- reichhaltige Texturen und mehrschichtige Stoffmanipulation
Die Verarbeitung auf Laufstegniveau, der komplizierte Schnitt und die experimentelle Verwendung von Materialien machen die Homme Plus-Kleidung zu einer der am intellektuellsten gestalteten Herrenbekleidung auf dem Markt.
Homme Plus spricht Menschen an, die Kleidung als eine Form des Selbstausdrucks und der konzeptionellen Erkundung betrachten. Die Designs laden zu Bewegung, Neuinterpretation und persönlicher Bedeutung ein und heben sich von Fast Fashion und den Zwängen traditioneller Schneiderei ab.
Bei Orimono bietet Homme Plus die Spitze der Avantgarde-Herrenmode: kühne Silhouetten, japanische Handwerkskunst und eine kompromisslose künstlerische Vision.