Es gibt Marken, die einem Modezyklus folgen, und es gibt Marken, die ihre eigene Mythologie formen. Rigards gehört eindeutig zu den letzteren - ein Atelier, in dem Brillen zu Skulpturen werden, in dem Handarbeit zur Sprache wird und in dem Materialien zum Sprechen gebracht werden, anstatt sie in Uniformität zu zwingen.
Rigards wurde in der Überzeugung gegründet, dass Objekte die Handschrift ihres Schöpfers tragen sollten und betrachtet Brillen nicht als Produktdesign, sondern als langsames, intimes Handwerk. Jedes Gestell beginnt als Rohmaterial - Horn, Kupfer, Aluminium oder experimentelle Legierungen - das von Hand geformt, geschabt, oxidiert oder poliert wird, so dass Formen entstehen, die sowohl menschliche Absicht als auch organische Unvorhersehbarkeit in sich tragen. Rigards zu tragen bedeutet, eine Beziehung zu einem Objekt einzugehen, das sich noch lange nach dem ersten Anlegen weiterentwickelt.
Rigards findet Schönheit in dem, was andere übersehen - kleine Unregelmäßigkeiten, sanfte Asymmetrie, die subtile, ungleichmäßige Maserung von Horn oder die Art und Weise, wie eine Oberfläche mit der Zeit patiniert. Das ist keine Unvollkommenheit. Es ist Ausdruck.
Texturen werden nicht konstruiert, sie werden entdeckt. Kanten werden nicht maschinell bearbeitet, sie werden in Form gebracht. Patinas sind nicht künstlich, sondern entstehen durch ein sorgfältiges Gleichgewicht von Chemie, Atmosphäre und Zeit.
Diese Brille fühlt sich lebendig an - sie verändert sich stillschweigend, während sie altert, vertieft ihre Farbe, wird weicher auf der Haut und trägt die Geschichte ihres Trägers in sich.
Rigards ist bekannt für die meisterhafte Verwendung von Wasserbüffelhorn - ein Material mit einer einzigartigen Wärme und taktilen Weichheit. Die natürlichen Variationen des Horns erzeugen Klangveränderungen und organische Streifen, die jedem Rahmen seine eigene innere Landschaft verleihen. Rigards' Universum geht jedoch weit über das Horn hinaus, mit einem wachsenden Fokus auf patinierte Metalle.
- Kupfer und Aluminium - Entwicklung von brünierten oder rauchigen Patinas je nach Abnutzung und Atmosphäre
- Experimentelle Legierungen - eigene Oberflächen, die zwischen matt, reflektierend, gealtert und poliert wechseln
- Strukturierte Oberflächen - geätzt, gehämmert oder gebürstet, um Stein, Rinde oder verwitterten Knochen nachzuahmen
Mit diesen Ansätzen reiht sich Rigards in eine breitere Tradition des Kunsthandwerks und der skulpturalen Erforschung ein - Brillen als Materialgespräch.
Unter den vielen Innovationen von Rigards sticht eine besonders hervor: das doppellagige modulare Rahmensystem. Viele der berühmten Modelle kombinieren einen optischen Kernrahmen mit einer abnehmbaren zweiten Schicht - einem Sonnenrahmen, der sich nahtlos aufstecken lässt.
- Pure optische Klarheit
- eine skulpturale, geschichtete Silhouette, wenn der Sonnenrahmen angebracht ist
Die Verwandlung ist taktil und architektonisch - eine Brille, die sich dem Träger anpasst, sich verändert und sich mit ihm weiterentwickelt. Minimalistisch, wenn sie allein getragen wird, ausdrucksstark, wenn sie übereinander getragen wird, immer mit Absicht.
Diese Philosophie spiegelt das tiefere Ethos von Rigards wider: Design, das die Integrität des Materials, die menschliche Handarbeit und den persönlichen Ausdruck ehrt.
Ein entscheidender Aspekt der Identität von Rigards ist die Zusammenarbeit mit Designern, die eine poetische, materialorientierte Vision teilen.
Rigards x Ziggy Chen
Gedeckte Töne, architektonische Alterung, Asymmetrie und atmosphärische Oberflächen, die Chens filmische Textilwelt widerspiegeln.
Rigards x Uma Wang
Erdige Strenge, mehrschichtige Texturen und raffinierte nomadische Eleganz - Brillen, die als Erweiterung der skulpturalen Silhouetten von Uma Wang entworfen wurden.
Diese Partnerschaften positionieren Rigards fest im Ökosystem der Avantgarde-Mode - im Einklang mit Designern, die Handwerk, Emotionen und ausdrucksstarke Silhouetten in den Vordergrund stellen.
Im Kern steht Rigards für:
- Handformung statt Prägung
- natürliche Patina statt synthetischer Beschichtung
- materialorientiertes Design statt aufgesetzter Perfektion
- leiser Charakter statt lautes Branding
Das Ergebnis: intime, taktile Objekte, die die Berührung belohnen und anmutig altern - Brillen für diejenigen, die Subtilität, Rituale und die Poesie der Zeit schätzen.
Innerhalb der kuratierten Auswahl von Orimono fühlt sich Rigards wie eine natürliche Fortsetzung unserer Werte an: Handwerk, ausdrucksstarker Minimalismus und materielle Raffinesse.
- skulpturale Hornfassungen
- stimmungsvolle Metallsilhouetten
- strukturierte, handgefertigte Patinas
- avantgardistische Kollaborationen
- Fassungen, die Yohji Yamamoto, Professor.E, Masnada und mehr ergänzen
Es handelt sich nicht um bloße Accessoires, sondern um eine Erweiterung der Identität - Brillen, die Präsenz, Ausdruck und Individualität zum Ausdruck bringen.